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Was ist Diabetes?

Was ist Diabetes

Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselerkrankung, die mit einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels einhergeht. Ursache dafür ist ein Mangel des Hormons Insulin. Wenn zu wenig Insulin gebildet wird, steigt der Blutzuckerspiegel an, und dem Körper steht nicht mehr genügend Energie zur Verfügung. Der normale Blutzuckerspiegel sollte in nüchternem Zustand unter 110mg/dl liegen.

Welche Diabetes-Formen gibt es?

Man unterscheidet im Wesentlichen den Diabetes Typ 1 und 2, darüber hinaus gibt es den Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes Mellitus (GDM).

Diabetes Typ 1 beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Bei dieser Form produziert die Bauchspeicheldrüse kein oder nicht mehr genügend Insulin. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht im Ersatz des fehlenden Insulins.

Der Typ 2-Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, betrifft rund 95% aller Erkrankten. In Deutschland geht man von mehr als 6 Millionen Diabetikern aus, wobei die Zahl stetig zunimmt.

Derzeit liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei 55 Jahren. Auslösende Faktoren sind die Erbanlage, Übergewicht und Bewegungsmangel. Auf Grund falscher Ernährung und zu wenig Bewegung erkranken immer mehr Kinder und Jugendliche am Typ 2-Diabetes.

Wie macht sich Diabetes bemerkbar?

Charakteristische Beschwerden beim Typ 1-Diabetiker sind: Starker Durst, häufiges Wasserlassen und eine rasche Gewichtsabnahme.

Beim Typ 2-Diabetes treten zu Beginn keine oder nur geringe Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Durst und häufiges Wasserlassen auf. Oft wird die Erkrankung nur zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen entdeckt. Die meisten Typ 2-Diabetiker sind übergewichtig.

Die hohen Blutzuckerwerte können Folgeerkrankungen an Nieren, Augen, dem Nervensystem, Herz, Gehirn, Gefäßen und insbesondere das Diabetische Fußsyndrom (DFS) verursachen..

Wie lässt sich Diabetes behandeln?

Bei der Behandlung von Typ 2-Diabetikern steht oft eine Lebensstiländerung und insbesondere eine persönliche Schulung und Beratung im Vordergrund der Therapie.

Wichtig ist zudem regelmäßige körperliche Bewegung, denn das verbessert die Insulinverwertung. Das Herz-Kreislaufsystem sollte gestärkt, Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss gemieden werden. Lassen sich die Blutzuckerwerte durch diese Maßnahmen allein nicht normalisieren, werden Medikamente, so genannte Antidiabetika, verschrieben.

Ziel unserer Behandlungen ist es, Ihre Lebensqualität zu steigern und zu erhalten und die Entstehung von Folgeerkrankungen zu verhindern.

Karina Pate

Fachärztin für Innere Medizin
Diabetologie DDG

Ayfer Hoffmann

Diabetesberaterin DDG